Vernissage Emilia Lichtenwagner: Gezeichnet!


Samstag, 11. Juni 2022 · 19:00 Uhr

Vernissage Emilia Lichtenwagner: Gezeichnet! · Konzert: Duo Hofmaninger/Schwarz

Emilia Lichtenwagner arbeitet vorwiegend mit Zeichnung, druckgrafischen Techniken und Stickereien. Dabei ist sie fasziniert von der Unmittelbarkeit, mit welcher sie Gedanken direkt auf Papier und Stoff übersetzen kann, als könne ein Gedanke direkt aus dem Kopf in den Stift fließen. Beim Zeichnen sind verschiedene Intensitäten möglich, da der Stift (oder ein anderes Zeichenwerkzeug) mit mehr oder weniger Druck angesetzt werden kann und sich somit auch verschiedene Emotionen direkt übersetzen lassen. Das Alltagsmedium Papier wird hierbei zur alltäglichen Grundlage ihrer künstlerischen Praxis.

Artist statement Emilia Lichtenwagner: „Ich arbeite hauptsächlich in den Medien Zeichnung und Video. Am Medium Zeichnung schätze ich den Aspekt der „Handarbeit“, dass es etwas archaisches und zeitloses an sich hat. Mir gefällt die Unmittelbarkeit von Zeichnung, dass ich beispielsweise einen Gedanken direkt auf Papier übersetzen kann, als ob der Gedanke direkt vom Kopf in den Stift fließen könnte. Auch schätze ich an der Zeichnung, dass sie verschiedene Intensitäten zulässt, dass der Stift (oder anderes Zeichenwerkzeug) mit mehr oder weniger Druck angesetzt werden kann und sich so auch verschiedene Emotionen quasi direkt übersetzen lassen. Ich mag das Medium Papier, da es ein Alltagsmedium ist und daher für mich eine Verbindung zwischen künstlerischem Arbeiten und Alltag hat. Ich arbeite auch mit Video, für mich eröffnet es eine Möglichkeit, mit Rhythmus und Farben zu arbeiten, die ich intuitiv kombinieren und zusammensetzen kann. Das Arbeiten mit Video hat für mich eine spielerische Komponente. Ich arbeite gerne mit verschiedenen Clips, professionell gefilmten sowie mit Handy gefilmten, mich interessiert die unterschiedliche Ästhetik und ich kombiniere sie gern. In beiden Medien arbeite ich sehr intuitiv, ohne Planung und lasse mich selbst überraschen. Im Nachhinein sehe ich aber manchmal sich wiederholende Muster oder Strukturen und Ideen, die sich durch die verschiedenen Arbeiten durchziehen oder wiederholen. Manchmal kombiniere ich Video und Zeichnung, zuletzt habe ich ein Video von mir auf eine Wandzeichnung projiziert und einzelne Zeichnungen dazu befestigt. Meine Arbeiten auf Papier sind meist im Format A1 oder größer, vor allem mit Ölkreiden oder Monotypien. In meinen Arbeiten wiederholen sich die Themen Evolution, Mensch, Tier, Entwicklung auf eine abstrakte Weise. Mich interessiert eine Welt, eine Entstehungsgeschichte, die ich mit eigenen Figuren bestücken kann, in der auch Humor vorkommen kann.“

Judith Schwarz und Lisa Hofmaninger am Karlsplatz, Wien 27.06.2021 Foto: Michèle Pauty

Duo Hofmaninger/Schwarz

Lisa Hofmaninger – soprano saxophone, bass clarinet · Judith Schwarz – extended drums

The two artists Lisa Hofmaninger and Judith Schwarz, who have been working together very successfully for several years, dedicate themselves to the archetypal form of clashing sounds from the East. Similar to the traditional davul-zurna ensembles, which are widespread in the entire oriental region, „blowing“ and „beating“ meet: Against the background of an architecture of the distant eastern past, soprano saxophone and percussion, bass clarinet and slit drum find themselves in the contemporary dialogue and the extraordinary interpretation of the two musicians.

The source materials for the musicians‘ sounding together are their own compositions, atmospheric images and stories, which, however, are always coordinated with the acoustics and atmosphere of the location. The infatuation with sound and the childlike joy of experimenting with the instruments form the essence of this ensemble, which should ultimately cast a spell over the listener.