Into the wide
Dienstag, 29. September 2026 · 20:00 Uhr



Into The Wide
Viele kennen das berühmte Interview mit Yngwie Malmsteen auf youtube, als er meinte.. and he said, you know, less is more, and I said, how can less be more? More is more! Es ist beim Spielen und schon gar beim (freien) Improvisieren schnell zu viel. Und daran arbeiten wir, wenn wir es ernst meinen. Viel spielen kann jeder, aber wenig? Wie ein Kollege sagte: Spiele dann, wenn sonst etwas fehlen würde! Und das ist keine Absage an die Virtuosität.
Die Virtuosität äußert sich nicht nur im Schnellen und Vielen, im Raffinierten und Geistreichen, sondern darin, im richtigen Moment das Richtige zu tun – ein Geräusch, einen Ton, einen Klang, einen sound, oder nichts? Unsere Virtuosität ist die Achtsamkeit, die Bezugnahme und die Sorgfalt. In den Klängen und zwischen ihnen passiert ungeheuer viel, zuviel? zuwenig?
Gunter Schneider, Gitarren, *1954 in Bludenz
Als Gitarrist hat er sich im weiten Feld der Neuen Musik als Interpret und als Improvisator einen Namen gemacht. Als Solist spielte er mit verschiedenen Orchestern (u.a. RSO Wien, Orchester des BR und des WDR, Ensemble Modern Frankfurt, dem Klangforum Wien) daneben eigene und kollektive Projekte mit Radu Malfatti, Barre Phillips, Burkhard Stangl, Angélica Castelló, Kai Fagaschinski, Franz Hautzinger, Wolfgang Mitterer, Klaus Dickbauer, Phil Jeck und Christian Wolff, sowie vor allem zusammen mit seiner Ehefrau Barbara Romen.
Als Komponist hat er neben Stücken für Gitarre (UE, Doblinger und Helbling) Chor-, Kammer- und Orchestermusik geschrieben, Aufführungen u.a. beim Musikprotokoll des Steirischen Herbstes, bei Wien Modern, Osterfestival Innsbruck, ORF Wien und Innsbruck, Klangspuren Schwaz, Tzlil Meudcan Festival Tel Aviv, Expo Shanghai 2010.
Seit 2015 bauen Barbara Romen und er auf Einladung und im Auftrag von MusikKultur St.Johann (Hans Oberlechner) in der Alten Gerberei ebendort ein Improvisationsorchester auf – free music st johann – bestehend aus professionellen Musikern und Amateuren. Das zurzeit 8köpfige Ensemble arbeitet grundsätzlich frei improvisierend ohne Leitung, setzt auf die Eigenverantwortung und Achtsamkeit aller Mitglieder und ist stets auf der Suche nach neuen Klängen und ihren Kombinationen.
Thomas K. Berghammer, Trompete, *1965 Ried/OÖ
In Wien lebender Trompeter und Veranstalter (Monday Improvisers Session), bewegt sich in den Genres frei improviserte Musik, Zeitgenössischen Jazz und World Music.
Seit seinen Studienzeiten in Linz und Graz lotet er melodische Möglichkeiten verschiedener Pentatoniken und Symetrischer Skalen aus.Besonderes Augenmerk liegt auf der Erforschung innovativer, unkonventioneller Klänge sowie der harmonisch-klanglichen Gestaltung durch den Einsatz von Trompete und Gesang in Kombination (Soloprojekt „Frames of K“).
Seine musikalisch umfangreichen Beschäftigungen führten ihn zu Kooperationen und Konzerte mit Mars Williams, Marco Eneidi, Joe McPhee, Roscoe Mitchell, Georg Gräwe, Oskar Aichinger, Joëlle Leandre, Wolfgang Mitterer, Wolfgang Reisinger, Alexander von Schlippenbach, Peter Herbert, Frank Gratkowski, Tobias Delius, Mamadou Diabate und Ensembles wie Orchester 33 1/3, Grubenklang Orchestra, u.v.a.m.
Aktuelle Ensembles als Co-Leader sind G.B.K. usw, Unity M. Duo Wang & Berghammer Seit 2015 ist er Co-Veranstalter der Musikreihe „Monday Improvisers Session“, welche 2005 unter anderem Namen von Marco Eneidi gegründet wurde. Diese allmontägliche Serie feiert im September ihr 20-jähriges Bestehen.
Gerhard Laber, perkussiver Klangkünstler, *1946 Salzburg
Als Perkussionist und Schlagzeuger aus der Jazzszene kommend entwickelt sich sein musikalischer Weg in Richtung experimenteller sowie konzeptbezogener Improvisationsmusik im Bereich der Klang- und Geräuschkunst. Die unkonventionelle Handhabung seiner Instrumente und Klangkörper erweitern tradierte Klangvorstellungen und lassen so neue musikalische Hörerlebnisse entstehen. Solokonzerte / projektbezogene Ensembles / Klangaktionen / Klanginstallationen. u.a. mit Werner Raditschnig, Franz Koglmann, Bertl Mütter, Ewald Oberleitner, Peter Angerer…
Laber über Laber: Experimentieren und Suchen nach interessanten Klängen, Geräuschen und Spielformen sind ein Schwerpunkt meiner musikalischen Tätigkeit. Durch Präparation der Instrumente und die dadurch bedingte Spielweise sind neue ungewöhnliche Klangräume möglich.