Khorkhordina & Wong · Drašler/Gnigler/Pudelek
Donnerstag, 18. Juni 2026 · 20:00 Uhr

Carina Khorkhordina und Eric Wong setzen den Raum auf unterschiedliche Weise ein, um ihren Duo-Klang zu formen. Eric arbeitet mit einem ungewöhnlichen elektronischen Setup: Der Klang wird über Bluetooth-Lautsprecher wiedergegeben, die im Raum und unter dem Publikum platziert sind. So dezentralisiert er das traditionelle PA-System. Carina hingegen verbindet ihre Bewegungen mit dem Klang ihrer Trompete und nutzt gezielt die Akustik verschiedener Bereiche des Raums. Dadurch erweitert sie ihr klangliches Spektrum und löst zugleich die Bühne als festen Aufführungsort auf.
Carina Khorkhordina (geb. 1991) ist eine Trompeterin und interdisziplinäre Künstlerin, die seit 2014 in Berlin lebt. Seit 2017 tritt sie im Kontext improvisierter und experimenteller Musik auf. Zu ihren aktiven Gruppen gehören Duos mit Eric Wong, Lorena Izquierdo, Eric Bauer und Axel Dörner sowie das 11-köpfige Ensemble Klub Demboh. In den letzten Jahren arbeitete sie unter anderem mit Sven-Åke Johansson, Katinka Kleijn, Stefan Schneider, Billy Roisz, Tintin Patrone und Katharina Grosse zusammen. Außerdem spielt sie im Broken String Ensemble von Garth Erasmus. Sie wirkt auf Daniel Blumbergs Soundtrack für The Brutalist (Regie: Brady Corbet, 2024) mit, der den Oscar für die beste Filmmusik erhielt. Eines ihrer jüngsten Werke ist Robert Lax – Living in the present (TAL, LP, 2025), eine Zusammenarbeit mit Miki Yui und Nicolas Humbert, die der Poesie von Robert Lax gewidmet ist. Eine LP ihres Duos mit dem Trompeter Axel Dörner mit dem Titel Isonzo wird 2026 auf dem Label Ni Vu Ni Connu erscheinen. 2026 wurde sie für den Deutschen Jazzpreis nominiert.
Eric Wong (geb. 1981) ist ein in Minneapolis geborener, in Hongkong aufgewachsener und in Berlin lebender Musiker und Klangkünstler, dessen Arbeit sich mit der auditiven Wahrnehmung und der Erforschung der menschlichen Beziehungen zu Klangumgebungen befasst. Er integriert häufig räumlich verteilten Klang und reduzierte Ausdrucksformen in seine Arbeit und konzentriert sich dabei auf wenige Gesten, anstatt lineare Klanggeschichten zu konstruieren. Wong ist an Veranstaltungsorten, in Veranstaltungsreihen und auf Festivals aufgetreten, darunter die Volksbühne (Berlin), Hebbel am Ufer (Berlin), Cafe OTO (London), Twenty Alpha (Hongkong), KM28 (Berlin), Indexical (Santa Cruz), Ftarri (Tokio), 411 Kent Avenue (Brooklyn), ausland (Berlin), Eroteme (Manchester), exploratorium (Berlin), Schönegg Varieté (Zürich), PAS (Berlin), Project [BLANK] (San Diego), Record Shop (Brooklyn), Q-O2 (Brüssel), MIT Spatial Sound Lab (Cambridge), piccolo (Providence), Richten25 (Berlin), Les 26 Chaises (Paris), OTOOTO (Tokio), Ting Shuo Hear Say (Tainan), CuteLab (Brooklyn), Moozak (Wien), Hošek Contemporary (Berlin), Labor Sonor (Berlin), Mullhaus Festival (Luzern), Freespace Noise Fest (Hongkong), Cynetart (Dresden), Internationales Klangkunstfest (Berlin), Blaues Rauschen (Herne), Soundance Festival (Berlin), Festival Experimentelle Musik (München), Sound Forms (Hongkong) und High Desert Soundings (Wonder Valley) Er hat Musik bei den Labels Edition Wandelweiser, Creative Sources, Inexhaustible Editions, Full Body Massage Records, Lona Records, Sello Postal, Vintage Vinyl HK, Party Perfect!!!, Aloe Records, Ftarri und Infant Tree veröffentlicht.



Vid Drašler is from Bistrica ob Sotli, where he played in a jazz-rock band Zmajev rep and in the Malik. With the Balžalorsky/Drašler trio he made a breakthrough in Slovenian jazz. With no less subtlety he plays in a chanson-oriented Orkestrada. One of his next peaks is the Drašler–Karlovčec–Drašler trio whose noisy improvisation is in no way less clear than his earlier more structured work.
Jakob Gnigler ist ein in Wien lebender Saxophonist. In seiner Musik verfließen verschiedene musikalische Eindrücke, vor allem aber aus (Free-)jazz, zeitgenössischer Musik und elektronischer Musik. Dieses Gemisch ergibt mal kleinstrukturierte Klangcollagen, mal lang aufgebaute Bögen. Auf permanenter Suche nach neuen Klängen und Tongestaltungen am Saxophon und konnte er einen eigenen, unverkennbaren Ausdruck entwickeln.
http://jakobgnigler.com
Laura Pudelek ist Cellistin, Komponistin und Performerin.
In ihrer Arbeit widmet sie sich vor allem der Improvisation und experimentellen Musik und bewegt sich an der Schnittstelle von Musik,Tanz und Performance. Besonderes Interesse gilt dem Dialog zwischen traditioneller und zeitgenössischer Klangästhetik, der Praxis kollektiver Arbeitsprozesse und offenen Formen der Komposition.
https://laurapudelek.klingt.org