GroniusRauschenbach: Trilogie des schönen Lebens - Daten
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Montag 7., Mittwoch 9. und Freitag 11. Juni 2021 Ι 20:00 Uhr

Generationenwechsel

Jörg W. Gronius, Bernd Rauschenbach: Lesung

GroniusRauschenbach
Trilogie des schönen Lebens

Die drei großen Katastrophen des 21. Jahrhunderts sind die letzten großen Herausforderungen für die Katastrophendramatiker GroniusRauschenbach:

KlimaDemenzPandemie

Seit 50 Jahren arbeiten die Autoren als Duo, seit 1993 in enger Zusammenarbeit mit dem Echoraum daran, die Welt in ihrem Irrsinn dramatisch nicht nur abzubilden, sondern auch zu gestalten. Den Abschluss ihres Lebenswerkes bildet die

TRILOGIE DES SCHÖNEN LEBENS

I.

KINDSKLIMA oder STURM IM KALENDER

Weltweit schmelzen die Polkappen, die Vulkane erfrieren und die Gletscher werden zusehends glitschiger. Während in Afrika Kindersoldaten ihren Job machen, streiken in Schweden freitags die Schulkinder. Vor aller Welt erhebt sich die Frage: How dare you?

II.

DER GENERATIONENPAKT
oder
WAS WILL MAN MACHEN?


In der Mitte des Lebens sind uns alle Mittel recht. Mittelalter, Mittelmaß, Mittelstand und Midlife-Crisis: von Karl dem Großen zu den Gotischen Kathedralen, von der Mondlandung zu Nine Eleven, von den Wanderjahren zum Eigenheim, von der Kerngesundheit zur Pandemie.

III.

DIE ALTEN SIND UNSERE ZUKUNFT AM SÜDBAHNHOF
oder
WIE HEISSEN WIR WO WOHNEN WIR WELCHER TAG IST HEUTE UND WARUM

Alte Bahnhöfe werden abgerissen, alte Straßenbahnlinien stillgelegt, die alten Theater geschlossen. Aber was ist mit den alten Menschen? Die leben immer weiter und werden immer älter. Renten, Pensionen, Pflegekosten steigen ins Unermeßliche. Wer soll das bezahlen? Geboren werden immer weniger, und wenn die wenigen erwachsen sind, machen sie unbezahlte Praktika. Das sind keine Kassandra-Rufe, denn mit der Hackler-Regelung erreichen wir den Plafond.

Dieses Projekt ist für die Geschichte des echoraum von großer Bedeutung insofern – was auch dem obigen Expose der beiden Autoren zu entnehmen ist, da es sich um den Abschluss von zwei- bis dreifachen Lebenswerken/linien/projekten handeln würde. Da wäre zunächst einmal die Trilogie, deren offenes Ende bereits 2017 im echoraum – damals waren wir zumindest noch über keine Trilogie-Phantasien welcher Art auch immer informiert – an den Anfang der Realisierungen gesetzt worden ist. Die Umsetzung der Teile 1 und 2 – mit einer weiteren Präsentation von Teil 3 – würde das vom echoraum losgetretene Projekt erst wirklich abrunden. Unsererseits gab es, nachdem wir von einer Trilogie Kunde erhalten hatten, auch Phantasien : „Sollte nicht demnächst noch ein Damm brechen und weitere Mittel in größerer Dimension für die Umsetzung der Trilogie als theatrale Aktionen über uns hereinbrechen ...“ – so ein kurzer Ausschnitt aus unserer umfangreichen Ansuchens-Prosa, was der Fall leider nicht war (statt dessen ist Covid19 über uns gekommen), wird die Trilogien als Lesung an drei Abenden stattfinden.

Und dann wäre da noch der Abschluß der – von den beiden Autoren selbst so genannten – Werkausgabe GroniusRauschenbach...

Die Zusammenarbeit mit den beiden Autoren geht zurück auf die ersten Jahre nach dem Arno Schmidt Projekt von 1988–1991, mit dem der echoraum seine Aktivitäten gestartet hat. Seither ist hier eine ganze Reihe von Theaterprojekten und Buchpublikationen der beiden Autoren in der edition echoraum entstanden, »Stücke 1«, »Stücke 4« – »Stücke 2« und »Stücke 3« sind in anderen Verlagen erschienen – und die Sonderpublikation »Stück vor 5«, in der ein im echoraum innerhalb von zwei Tagen, am ersten davon ‘live’ ein vor und unter Mitwirkung des Publikums geschriebenes Stück, das bereits am Tag darauf zur Aufführung gebracht wurde, zu der am gleichen Tag auch eine Publikation des Textes dazu im Format der „Stücke" in der edition echoraum erschienen ist und dieser Text – der Titel der Publikation deutet es bereits an – „offiziell" dann in einem weiteren Band, »Stücke 5«, mit größerer Auflage, integriert werden sollte, ein Band, dessen Produktion bislang ebenfalls Vision ­geblieben ist ... Wir, die wir im Gegensatz zu Franz Vranitzky nicht der Ansicht sind, dass „wer Visionen hat einen Arzt braucht“, ein Zitat, dessen Urheberschaft Vranitzky selbst bestritten hat, weil schon Helmut Schmidt sagte : „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ insofern Vranitzky doch in gewisser Weise Urheber, weil er allgemein geblieben ist, wo Schmidt mit seinem „gehen“ deutlich deutlicher geworden ist, oder vielleicht doch ich der Urheber, weil das Originalzitat von Vranitzky nämlich lautete : „Wer Visionen hat, braucht einen Arzt.“ Für einen Sponsor oder eine crowd stünden die Türen jedenfalls noch offen... für die Vollendung der Werkausgabe GroniusRauschenbach für die Ewigkeit ...
(wk, März 2021)

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