{"id":6324,"date":"2026-04-28T20:00:21","date_gmt":"2026-04-28T18:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/echoraum.at\/?p=6324"},"modified":"2026-04-01T11:41:08","modified_gmt":"2026-04-01T09:41:08","slug":"xx-y-x-komplizinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echoraum.at\/site\/xx-y-x-komplizinnen\/","title":{"rendered":"XX Y X: KOMPLIZINNEN"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_6325\" aria-describedby=\"caption-attachment-6325\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6325 size-large\" src=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/minuswelt_baeuerinnen_still-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/minuswelt_baeuerinnen_still-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/minuswelt_baeuerinnen_still-300x169.jpg 300w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/minuswelt_baeuerinnen_still-768x432.jpg 768w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/minuswelt_baeuerinnen_still-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/minuswelt_baeuerinnen_still.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6325\" class=\"wp-caption-text\">Sarah Fichtinger &amp; Leonhard M\u00fcllner: Minuswelt<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Sarah Fichtinger, Leonhard M\u00fcllner<\/strong> <b>&amp; Nikola Supukovic<\/b>:<strong> Minuswelt <\/strong>(Screening)<\/p>\n<p>Konzept\/ Regie\/ Kamera: Sarah Fichtinger, Leonhard M\u00fcllner<br \/>\nModding\/Kamera: Nikola Supukovic<br \/>\nMusik: Adina Camhy<br \/>\nWork in progress<\/p>\n<p>Mit Minuswelt\u00a0eignen sich Sarah Fichtinger,\u00a0Leonhard M\u00fcllner (Total Refusal) und Nikola Supukovic das Computerspiel Kingdom Come: Deliverance 2\u00a0an und greifen in\u00a0die digitalen Texturen des Spiels ein. Die Handlung des Spiels, das mit einer besonders geschichtstreuen Darstellung wirbt, ist in der b\u00e4uerlichen Gesellschaft des sp\u00e4ten Mittelalters angesiedelt. Inspiriert durch neuere historische Forschungen konzentriert sich\u00a0Minuswelt\u00a0auf die Repr\u00e4sentation der Frauen und die utopischen R\u00e4ume der Fr\u00fchen Neuzeit. Denn die Privatisierung von Gemeing\u00fctern und die Verdr\u00e4ngung von Frauen und ihrer Arbeit in den h\u00e4uslichen Raum bildeten die Basis f\u00fcr den aufkommenden Kapitalismus zu dieser Zeit. Der Film geht der Frage nach, wie die Rolle der Frauen und ihre damaligen Lebensbedingungen im gegenw\u00e4rtigen Massenmedium des Videospiels dargestellt werden.<\/p>\n<p>Das pseudomarxistische Medien-Guerilla-Kollektiv <strong>Total Refusal<\/strong> erforscht und praktiziert Strategien k\u00fcnstlerischer Interventionen in zeitgen\u00f6ssischen Computerspielen. Es arbeitet mit Mitteln der Aneignung und Umdeutung von Spielressourcen. Seit seiner Gr\u00fcndung 2018 wurde das Kollektiv mit \u00fcber 70 Preisen ausgezeichnet, darunter der Europ\u00e4ische Filmpreis f\u00fcr den besten Kurzfilm, der Diagonale Filmpreis f\u00fcr den besten Dokumentar-Kurzfilm, der Locarno-Preis f\u00fcr die beste Regie, der Preis f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische visuelle Kunst der Steiermark und der Vimeo Staff Pick Award. Total Refusal wurde auf \u00fcber 130 Film- und Videofestivals gezeigt, darunter die Berlinale (2020), die Doc Fortnight im MoMA New York und das IDFA Amsterdam (2018), und seine Arbeiten wurden in verschiedenen Ausstellungsr\u00e4umen gezeigt, beispielsweise auf der Architekturbiennale Venedig 2021, der HEK Basel (2020) und der Ars Electronica Linz (2019).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_6332\" aria-describedby=\"caption-attachment-6332\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6332 size-large\" src=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bildschirmfoto-2026-02-02-um-130637-1024x644.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"644\" srcset=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bildschirmfoto-2026-02-02-um-130637-1024x644.jpg 1024w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bildschirmfoto-2026-02-02-um-130637-300x189.jpg 300w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bildschirmfoto-2026-02-02-um-130637-768x483.jpg 768w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bildschirmfoto-2026-02-02-um-130637-1536x966.jpg 1536w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/bildschirmfoto-2026-02-02-um-130637.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6332\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Ronja Kappl, Daniel Jarosch (v.l.n.r.)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Adina Camhy &amp; Katrin Euller: Droneland <\/strong>(live radioplay)<br \/>\ncommissioned by \u00d61 Kunstradio, 2022<\/p>\n<p>Field Recordings, Synthesizer, Effekte, Text: Adina Camhy &amp; Katrin Euller<br \/>\nStimme: Adina Camhy<br \/>\nRadio broadcast: 11 December 2022, \u00d61 Kunstradio<br \/>\n\u201cDroneland\u201d was one of the five finalists for the Palma Ars Acustica 2023 by the Ars Acustica Group of European Broadcasting Union (EBU).<\/p>\n<p>Das 10-min\u00fctige H\u00f6rspiel Droneland basiert auf Fieldrecordings aus dem Wiener Alberner Hafen, einem Industriegebiet an der s\u00fcd\u00f6stlichen Peripherie Wiens \u2013 ein scheinbares Niemandsland zwischen Lobau, Donau, \u00d6lhafen, Logistikzentrum, Friedhof und Raffinerie.\u2028\u2028Wie klingt die Landschaft am Rand der Gro\u00dfstadt? Welche Geschichte trifft hier auf welche m\u00f6glichen Zuk\u00fcnfte? Gibt es einen Ausweg aus der kapitalistischen Realit\u00e4t? \u201eDroneland\u201c nimmt Bezug auf das Audio-Essay \u201eOn Vanishing Land\u201c der Theoretiker und Soundk\u00fcnstler Mark Fisher und Justin Barton (Hyperdub, 2019), die darin an eine Wanderung entlang der K\u00fcste von Suffollk erinnern.<\/p>\n<p><strong>Katrin Euller<\/strong> arbeitet als Sound- und Medienk\u00fcnstlerin in Wien. Sie studierte \u00d6kologie an der Universit\u00e4t Wien sowie bildende Kunst an der Akademie der bildenden K\u00fcnste, Wien. Euller arbeitet vorwiegend mit Sound, Bewegtbild und Text und besch\u00e4ftigt sich vorwiegend mit den Themen Noise, d\u00fcstere \u00d6kologien, verletzliche Technologie und kollektive Erfahrungen. Mit ihrem Ambient\/Noise Projekt \u201eRent\u201c spielt Katrin Euller in Clubs, auf Festivals, in Museen und in der Off Szene, heuer unter anderem bei Unsafe + Sounds, S\u00e4gezahn, Struma + Iodine und in der Kunsthalle Wien.<\/p>\n<p><strong>Adina Camhy <\/strong>(Sound performance)<\/p>\n<p>Adina Camhy\u00a0interessiert sich f\u00fcr die dr\u00e4ngenden Fragen unserer Zeit, f\u00fcr Technologie, Geschichte und Erinnerung, f\u00fcr Peripherien und Blicke unter Oberfl\u00e4chen. Camhy forscht, dekonstruiert und remixt. Ihre Arbeiten reichen von Video, Sound und Installation bis hin zu Performance und\u00a0werden im \u00f6ffentlichen Raum, in Schwimmb\u00e4dern oder Kaffeeh\u00e4usern ebenso gezeigt wie auf Filmfestivals, in Kinos und Ausstellungen im In- und Ausland.<\/p>\n<p>In ihrer Musik verwebt sie Elektronik, Field Recordings, Stimme und Effekte und schafft so subtile, verfremdete und unheimliche fragmentierte Klanglandschaften zwischen Noise, Ambient, Drone und Industrial. Ihre Musik ist Teil von Performances, Filmen und H\u00f6rspielen.\u2028\u2028Camhy studierte Architektur an der TU Graz und der UPV Valencia (ES) und den Master Critical Studies an der Akademie der bildenden K\u00fcnste Wien (laufend). Sie erhielt Stipendien, F\u00f6rderungen und Preise, z.B. das Arbeitsstipendium f\u00fcr Bildende Kunst der Stadt Graz (2025), das Jahresstipendium des Landes K\u00e4rnten f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Kunstformen (2023), die Pixel, Bytes + Film F\u00f6rderung (2022) oder den Kunstf\u00f6rderpreis der Stadt Graz (2017).\u2028\u2028K\u00fcrzlich realisierte sie in Bad St. Leonhard im Lavanttal (K\u00e4rnten\/Koro\u0161ka) ein tempor\u00e4res Monument zum Gedenken an die Opfer der Hexenverfolgung im Lavanttal. Das Monument wurde von der Kulturinitiative Container25 initiiert und im Herbst 2025 er\u00f6ffnet.\u00a0\u2028In den letzten Jahren verbrachte sie mehrere Monate in Triest im Rahmen von Residencies (AiR Trieste &amp; Clanz Residency), um sich mit dem Thema Karst\/Karso\/Kras im Kapitaloz\u00e4n zu besch\u00e4ftigen. Die Live-Konzertmitschnitte \u201ekrst\u201c wurden 2025 von smallforms released.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/adinacamhy.at\/\">https:\/\/adinacamhy.at\/ \u2028<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/soundcloud.com\/adinacamhy\">https:\/\/soundcloud.com\/adinacamhy\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Sarah Fichtinger, Leonhard M\u00fcllner &amp; Nikola Supukovic: Minuswelt (Screening) Konzept\/ Regie\/ Kamera: Sarah Fichtinger, Leonhard M\u00fcllner Modding\/Kamera: Nikola Supukovic Musik: Adina Camhy Work in progress Mit Minuswelt\u00a0eignen sich Sarah Fichtinger,\u00a0Leonhard M\u00fcllner (Total Refusal) und Nikola Supukovic das Computerspiel Kingdom Come: Deliverance 2\u00a0an und greifen in\u00a0die digitalen Texturen des Spiels ein. 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