{"id":6119,"date":"2025-12-16T20:00:52","date_gmt":"2025-12-16T19:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/echoraum.at\/?p=6119"},"modified":"2025-12-15T13:18:31","modified_gmt":"2025-12-15T12:18:31","slug":"ensemble-n-eco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/echoraum.at\/site\/ensemble-n-eco\/","title":{"rendered":"Ensemble N: ECO"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ensemble N: ECO<\/strong><\/p>\n<p>Liederzyklus von <strong>Lorenzo Romano<\/strong><\/p>\n<p><strong>Amalie Kj\u00e6ldgaard Kristensen<\/strong> (Violine) \/ <strong>Teresa Doblinger<\/strong> (Klarinette) \/ <strong>Audrey G. Perreault<\/strong> (Fl\u00f6te) \/ <strong>Luca Lavuri<\/strong> (Klavier) \/ <strong>Irini Liu<\/strong> (Cello) \/ <strong>El\u012bna Vi\u013cuma-Helling<\/strong> (Sopran) \/ <strong>Jon Svinghammar<\/strong> (Dirigent)<\/p>\n<p>Lorenzo Romanos Eco ist ein abendf\u00fcllender Liederzyklus, der den westlichen Konzertsaal in eine Resonanzkammer \u2013 einen Echoraum \u2013 verwandelt, in der Stimmen, fern in Zeit, Geografie und Tradition, durch die musikalische Sprache des Komponisten verst\u00e4rkt und neu gerahmt werden.<\/p>\n<p>Im Zentrum von Romanos Werk steht die Praxis des Reworkings (\u00dcberarbeitens), die hier die Form einer Nachhallbewegung annimmt. Drei Bearbeitungen von Arien der italienischen Komponistin Barbara Strozzi (1619\u20131677) treten in einen Dialog mit sechs neu komponierten Liedern, in denen italienische \u00dcbersetzungen von Gedichten pal\u00e4stinensischer Dichter wie Heba Abu Nada, Hend Joudah, Dareen Tatour, Marwan Makhoul, Haidar al-Gazahli vertont werden. Eco l\u00e4sst so die zu oft ungeh\u00f6rte Musik einer italienischen Komponistin des 17. Jahrhunderts auf die lebendigen Stimmen von Dichter:innen aus Gaza, dem Westjordanland und Israel treffen \u2013 Stimmen, die die Kraft der Poesie gegen den Schrecken des Krieges behaupten.<\/p>\n<p>Romanos kompositorischer Ansatz beansprucht weniger Autorschaft, als dass er Resonanz anbietet. Der Komponist wird zugleich Mikrofon und Megafon, sammelt Kl\u00e4nge, Worte und Geschichten, die man in einem westlichen Konzertsaal kaum je zu h\u00f6ren bekommt, und gibt sie \u2013 verwandelt durch seine eigene H\u00f6rerfahrung, gepr\u00e4gt von der Perspektive eines europ\u00e4ischen Komponisten \u2013 ins \u00f6ffentliche Ohr zur\u00fcck. In diesem Akt verleiht Eco \u00c4u\u00dferungen, die Gefahr laufen, ungeh\u00f6rt zu bleiben, Raum, Lautst\u00e4rke und W\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das Publikum ist eingeladen, nicht nur zuzuh\u00f6ren, sondern zu bezeugen, wie Musik zu einem Gef\u00e4\u00df von Erinnerung und Weitergabe werden kann: ein Akt des H\u00f6rens, der Musik zu einem Schutzraum macht und den Konzertsaal zu einem Ort des Zeugnisses.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6147 size-full\" src=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_ericfoto.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1354\" srcset=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_ericfoto.jpg 1600w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_ericfoto-300x159.jpg 300w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_ericfoto-1024x541.jpg 1024w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_ericfoto-768x406.jpg 768w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_ericfoto-1536x812.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<p>Das <strong>ensemble N<\/strong> hat sich, seinem Namen entsprechend, einer Mission verschrieben: die Musik unserer Zeit auf h\u00f6chstem Niveau erlebbar zu machen und einem m\u00f6glichst breiten Publikum zug\u00e4nglich zu pr\u00e4sentieren. Seit seiner Gr\u00fcndung 2018 besteht das Ensemble aus sechs herausragenden Musikerinnen, die sich an der Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Wien gefunden haben. Mit unb\u00e4ndiger Neugier und Innovationsgeist widmen sie sich nicht nur dem etablierten zeitgen\u00f6ssischen Repertoire, sondern setzen auch ein starkes Zeichen f\u00fcr die Musik von morgen, indem sie Werke junger, aufstrebender Komponistinnen zur Urauff\u00fchrung bringen. Die Leidenschaft f\u00fcr das Entdecken und Erforschen bisher ungeh\u00f6rter Klangwelten treibt das Ensemble dabei kontinuierlich an.<\/p>\n<p>Bereits zahlreiche renommierte Spielst\u00e4tten und Festivals in Wien z\u00e4hlen zu den Schaupl\u00e4tzen ihrer eindrucksvollen Auftritte: vom Instituto Cervantes \u00fcber die Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Wien bis hin zu Echoraum, Alte Schmiede, Mi Barrio, Sisi-Kapelle, Kultursommer Wien und \u201eshut up and listen\u201c. Internationale Resonanz folgte auf dem Fu\u00dfe: mit Konzerten an der Hochschule f\u00fcr Musik \u201eHanns Eisler\u201c Berlin und beim Bernaola-Festival im Musikkonservatorium Vitoria-Gasteiz erobert das ensemble N auch die B\u00fchnen Deutschlands und Spaniens. Ihre k\u00fcnstlerische Exzellenz wurde mehrfach ausgezeichnet: Beim Pergamenschikow-Wettbewerb 2022 erhielten sie sowohl den renommierten Boris-Pergamenschikow-Preis als auch den Sonderpreis f\u00fcr einen Kompositionsauftrag \u2013 ein Beleg f\u00fcr ihre herausragende Innovationskraft und ihr unverwechselbares musikalisches Profil. <a href=\"https:\/\/www.ensemble-n.at\/\">https:\/\/www.ensemble-n.at\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-6165 size-full\" src=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_tobiashoops-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_tobiashoops-1.jpeg 213w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/foto_c_tobiashoops-1-200x300.jpeg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/p>\n<p><strong>Lorenzo Romano<\/strong> (1985) arbeitet und lebt im Berlin. Seine Werke werden mittlerweile von renommierten InterpretInnen aufgef\u00fchrt, wie z.B. Neue Vocalsolisten, Ensemble Recherche, Quartetto Prometeo, Schallfeld Ensemble, Donatienne Michel-Dansac, Antonio Politano, au\u00dferdem werden seine Werke auf internationalen Festivals und Institutionen in Deutschland (Darmstadt Ferienkurse, Hamburgische Staatsoper), Italien (Biennale Venedig, Nuova Consonanza), Frankreich (Royaumont) und \u00d6sterreich (Graz Oper, impuls, Klangspuren, Wien Modern), Estland und Kroatien geh\u00f6rt. Seine Kompositionen werden von der Ernst von Siemens Musik Stiftung, dem Bundeskanzleramt \u00d6sterreich und dem europ\u00e4isches Programm \u201cYouth in Action\u201d gef\u00f6rdert und gewannen Auszeichnungen bei verschiedenen internationalen Kompositionswettbewerben. Der italienische Komponist wurde in Florenz geboren, wo er zun\u00e4chst einen Bachelor in \u201cNeuere Geschichte\u201d an der Universit\u00e0 degli Studi di Firenze erhielt, bevor er Komposition in Florenz, instrumentale Komposition bei Beat Furrer sowie Computer-Musik an der Universit\u00e4t der Musik und darstellende Kunst Graz studierte. In Graz gr\u00fcndete er 2013 auch das Schallfeld Ensemble. Im Jahr 2018 erhielt er das Kompositions- und Promotionsstipendium, das die Claussen-Simon-Stiftung, die Hamburgische Staatsoper und das Institut f\u00fcr kulturelle Innovationsforschung der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater (HfMT) Hamburg gemeinsam ausgeschrieben haben. Seine Dissertation \u201eRework: embedding the creative processes of Remix in the chamber opera \u201eLa Luna\u201c wurde mit Summa cum laude bewertet. Ein besonderes Anliegen in seiner Arbeit ist die Bearbeitung und der Remix bekannter Kompositionen in Verbindung mit neuen Technologien. Sein Schaffen als Komponist umfasst Instrumental- und Solowerke, elektronische Musik, Musiktheater sowie Ballettmusik.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6166 size-full alignleft\" src=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/img_1558.jpeg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/img_1558.jpeg 320w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/img_1558-300x199.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><strong>El\u012bna Vi\u013cuma-Helling<\/strong> ist eine lettische S\u00e4ngerin mit Lebensmittelpunkt in Wien, die sich mit besonderer Leidenschaft der zeitgen\u00f6ssischen und improvisierten Musik widmet. Ihr Solo-Deb\u00fct gab sie 2024 im Wiener Konzerthaus mit dem Klangforum Wien unter Beat Furrer. Im April 2025 verk\u00f6rperte sie die Rolle der Mauricia in der Urauff\u00fchrung von Furrers neuer Oper am Opernhaus Z\u00fcrich. Als Sopranistin des Ensembles Cantando Admont ist sie seit 2018 international gefragt. Auftritte f\u00fchrten sie u.a. zu den Salzburger Festspielen, ans Teatro Col\u00f3n in Buenos Aires und ins Concertgebouw Amsterdam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ensemble N: ECO Liederzyklus von Lorenzo Romano Amalie Kj\u00e6ldgaard Kristensen (Violine) \/ Teresa Doblinger (Klarinette) \/ Audrey G. 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