{"id":3888,"date":"2023-08-11T06:35:53","date_gmt":"2023-08-11T04:35:53","guid":{"rendered":"https:\/\/echoraum.at\/?page_id=3888"},"modified":"2023-10-05T14:48:36","modified_gmt":"2023-10-05T12:48:36","slug":"werner-korn","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/echoraum.at\/site\/werner-korn\/","title":{"rendered":"Werner Korn"},"content":{"rendered":"<p><strong>1951 \u2013 2023<\/strong><\/p>\n<p>Wir trauern um Werner Korn, Wegbereiter des echoraum, Musik-Enthusiast und Vision\u00e4r.<br \/>\nDie Existenz des echoraum haben wir nur ihm und seinem ungebremsten Engagement zu verdanken.<br \/>\nSein wacher Geist wird f\u00fcr immer im echoraum weiterleben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_3852\" aria-describedby=\"caption-attachment-3852\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3852 size-large\" src=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/werner-1024x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/werner-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/werner-300x300.jpg 300w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/werner-150x150.jpg 150w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/werner-768x768.jpg 768w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/werner-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/echoraum.at\/site\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/werner.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3852\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Mario Lang<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p><strong>gesammelte Nachrufe<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ferdinand Schmatz f\u00fcr Werner Korn<\/strong><\/p>\n<p>Werner Korn \u2013 dein Name, ein Gedicht.<br \/>\nDein Leben \u2013 eine Tat.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Gedichte oder sagen wir: die Kunst kann t\u00e4tig werden, wenn sie in offen gehaltene<br \/>\nH\u00e4nde ger\u00e4t und aus diesen H\u00e4nden mit entspringt.<\/p>\n<p>Dann d\u00fcrfen wir alle ernten.<\/p>\n<p>Die Saat deiner H\u00e4nde und deines Denkens ging und geht auf, lieber Korn,<\/p>\n<p>und deine menschliche W\u00e4rme, Wern.er, nie war sie fern.<\/p>\n<p>Tja, \u2026 das reimt sich ja<br \/>\nIrgendwie<br \/>\nOder sagen wir:<br \/>\n\u201egradschief daneben\u201c, also richtig falsch und falsch richtig.<\/p>\n<p>Das war auch eine der Erkenntnisse, die wir mit dir teilten, nachdem du ihren Boden f\u00fcr die Kunst frei geschaufelt hattest:<br \/>\nwir durften den Grund bestellen.<\/p>\n<p>Eleganten Widerstand, hast du gelebt und vermittelt:<br \/>\ndas Unbestechliche bleibt auch im Echo unbestechlich.<\/p>\n<p>Naher wir Ferner, Born, Du, &#8211; so echt dein Kern, er ists und du bists und mit dir wird er bleiben:)<br \/>\n(du siehst, ich kanns nicht lassen: dein Leben unser Gedicht, unsere Musik).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000177631\/echoraum-gruender-werner-korn-verstorben1951-2023\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000177631\/echoraum-gruender-werner-korn-verstorben1951-2023<\/a><\/p>\n<p><strong>&#8222;Echoraum&#8220;-Gr\u00fcnder Werner Korn verstorben<\/strong><br \/>\n1988 startete er den Off-Space, er war auch Mitorganisator des Festivals &#8222;wean hean&#8220;<br \/>\n5. Juli 2023, 12:58<\/p>\n<p>Werner Korn, der Gr\u00fcnder des Veranstaltungs- und Produktionsraums Echoraum im 15. Wiener Gemeindebezirk mit Fokus auf zeitgen\u00f6ssische und experimentelle Musikformen, ist verstorben. 1988 von Joseph Hartmann und Werner Korn in einer ehemaligen Tischlerei in der Sechshauser Stra\u00dfe 66 gegr\u00fcndet, war Echoraum erst als Off-Theaterprojekt gedacht. Ab 1992 verlagerte sich der Schwerpunkt hin zu Musik. Seither pr\u00e4sentiert der Ort lokale und internationale Acts, und arbeitet an einer Vermischung der Sparten Musik, bildende Kunst, Lesungen. Zentral sind f\u00fcr den Echoraum Diskurs und Kooperationen mit anderen Institutionen. 2022 \u00fcbergab Korn die Leitung an Sara Zlanabitnig und Alisa Beck.<br \/>\n1951 in Wien geboren, hatte Korn erst Architektur studiert und abgebrochen, war dann Redakteur (beim &#8222;Falter&#8220;) und Veranstalter. Sor organisierte er von 1979 bis 1981 das Stra\u00dfentheaterfestival Wien und ist Mitorganisator des Wienerlied-Festivals &#8222;wean hean&#8220;.<br \/>\nIn einer Aussendung reagiert Wiens Kulturstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler (SP\u00d6), Korn sei &#8222;immer ein Vorreiter&#8220; gewesen, wenn es &#8222;darum ging, dem Abseitigen eine B\u00fchne zu geben und f\u00fcr das Experimentelle zu k\u00e4mpfen&#8220;. Es sei ihm gelungen, &#8222;als Br\u00fcckenbauer zwischen Kultur und Publikum das Besondere nicht nur in den Fokus zu r\u00fccken, sondern auch Menschen daf\u00fcr zu begeistern.&#8220; Ende vorigen Jahres hatte Kaup-Hasler ihm das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien verliehen. (red, 5.7.2023)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20230705_OTS0105\/kulturstadtraetin-kaup-hasler-zum-tod-von-werner-korn-brueckenbauer-zwischen-kultur-und-publikum\">https:\/\/www.ots.at\/presseaussendung\/OTS_20230705_OTS0105\/kulturstadtraetin-kaup-hasler-zum-tod-von-werner-korn-brueckenbauer-zwischen-kultur-und-publikum<\/a><\/p>\n<p><strong>Kulturstadtr\u00e4tin Kaup-Hasler zum Tod von Werner Korn: \u201eBr\u00fcckenbauer zwischen Kultur und Publikum\u201c<\/strong><br \/>\nDer Publizist und Kulturveranstalter war Mitgr\u00fcnder des Echoraum und Mitorganisator des Wienerlied-Festivals &#8222;wean hean&#8220;<\/p>\n<p>Wien (OTS) &#8211; \u201eLebenslange Neugier und Lust am dialogischem, kooperativen Schaffen zeichneten Werner Korn, den wir so schmerzlich vermissen, aus. Werner Korn war immer ein Vorreiter, wenn es darum ging, dem Abseitigen eine B\u00fchne zu geben und f\u00fcr das Experimentelle zu k\u00e4mpfen\u201c, erinnert Kulturstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler an das Engagement des Publizisten und Kulturveranstalters. \u201eMit dem Echoraum, den er noch bis 2021 leitete, schuf Werner Korn einen Raum f\u00fcr Diskurs, Begegnung und Auseinandersetzung mit dem wenig Geh\u00f6rten, wenig Gesehenen und wenig Gelesenen. So war es wesentlich auch sein Verdienst, dass sich k\u00fcnstlerische Grundlagenforschung in \u00d6sterreich etablieren konnte.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs gelang Werner Korn, als Br\u00fcckenbauer zwischen Kultur und Publikum das Besondere nicht nur in den Fokus zu r\u00fccken, sondern auch Menschen daf\u00fcr zu begeistern. In tiefer Trauer m\u00fcssen wir uns von diesem f\u00fcr die \u00d6sterreichische, aber besonders f\u00fcr die Wiener Kulturszene so wichtigen Menschen verabschieden. Meine Anteilnahme gilt allen Freundinnen und Freunden, Wegbegleiter*innen und nat\u00fcrlich besonders seiner Familie\u201c, so Kulturstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler.<\/p>\n<p>Erst im Dezember 2022 hatte die Kulturstadtr\u00e4tin das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien an Werner Korn verliehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/player\/20230706\/725776\">https:\/\/oe1.orf.at\/player\/20230706\/725776<\/a><\/p>\n<p>Nachruf auf echoraum-Gr\u00fcnder Werner Korn<br \/>\nZeit-Ton am 06.07.2023, 23:00<br \/>\nGestaltung: Susanna Niedermayr; Rainer Elstner<\/p>\n<p><strong>Ein besonnener und uneitler Erm\u00f6glicher ist verstorben<\/strong><\/p>\n<p>Werner Korn ist diese Woche im Alter von 71 Jahren verstorben, wie Sara Zlanabitnig, die Co-Leiterin des Wiener echoraum, gegen\u00fcber \u201eZeit-Ton\u201c best\u00e4tigt hat. Korn war ein aktiver, besonnener und uneitler Erm\u00f6glicher der Wiener Kulturszene. Er machte den echoraum zu einem der wichtigsten Wiener Veranstaltungs- und Produktionsorte f\u00fcr neue und experimentelle Musik.<\/p>\n<p>Korn studierte von 1971 bis 1982 Architektur, organisierte aber bereits w\u00e4hrend seiner Studienzeit das Wiener Stra\u00dfentheaterfestival (1979-1981). Von 1982 bis 1986 war er Mitgesellschafter und Redakteur bei der Wiener Stadtzeitung \u201eFalter\u201c.<\/p>\n<p>Der echoraum wurde 1988 von Joseph Hartmann und Werner Korn in den R\u00e4umlichkeiten einer ehemaligen Tischlerei in der Sechshauser Stra\u00dfe 66 als Off-Theaterprojekt gegr\u00fcndet. Zu Beginn stand eine mehrj\u00e4hrige, ausschlie\u00dfliche Auseinandersetzung mit dem Werk Arno Schmidts. Dieser hatte zwar nie explizit f\u00fcr das Theater geschrieben, was allerdings die M\u00f6glichkeit bot, neben der Vertiefung in die Inhalte sowie deren Entwicklung und Erforschung auch geeignete Pr\u00e4sentationsformen f\u00fcr diese Texte zu finden.<\/p>\n<p>Seit 1992 verlagerte sich der Schwerpunkt der Arbeit sukzessive auf Musikveranstaltungen, u.a. durch Kompositionsauftr\u00e4ge, CD-Aufnahmen und zahlreiche Kooperationen. In der edition echoraum erschien neben musikrelevanten Publikationen vor allem auch eine Reihe mit dem Schwerpunkt Kybernetik.<\/p>\n<p>Neben Aufbau und Etablierung dieses Ortes des musikalischen, k\u00fcnstlerischen Experiments war Korn auch Mitorganisator des Wienerlied-Festivals \u201ewean hean&#8220;. Im Dezember 2022 erhielt er das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien.<\/p>\n<p>&#8222;Lebenslange Neugier und Lust am dialogischen, kooperativen Schaffen zeichneten Werner Korn, den wir so schmerzlich vermissen, aus. Werner Korn war immer ein Vorreiter, wenn es darum ging, dem Abseitigen eine B\u00fchne zu geben und f\u00fcr das Experimentelle zu k\u00e4mpfen\u201c, erinnert Kulturstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler in einer Aussendung an das Engagement des Publizisten und Kulturveranstalters. \u201eMit dem Echoraum, den er noch bis 2021 leitete, schuf Werner Korn einen Raum f\u00fcr Diskurs, Begegnung und Auseinandersetzung mit dem wenig Geh\u00f6rten, wenig Gesehenen und wenig Gelesenen. So war es wesentlich auch sein Verdienst, dass sich k\u00fcnstlerische Grundlagenforschung in \u00d6sterreich etablieren konnte.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es gelang Werner Korn, als Br\u00fcckenbauer zwischen Kultur und Publikum das Besondere nicht nur in den Fokus zu r\u00fccken, sondern auch Menschen daf\u00fcr zu begeistern. In tiefer Trauer m\u00fcssen wir uns von diesem f\u00fcr die \u00d6sterreichische, aber besonders f\u00fcr die Wiener Kulturszene so wichtigen Menschen verabschieden. Meine Anteilnahme gilt allen Freundinnen und Freunden, Wegbegleiter:innen und nat\u00fcrlich besonders seiner Familie\u201c, so Kaup-Hasler.<\/p>\n<p>Bernard G\u00fcnther, K\u00fcnstlerischer Leiter des Festivals Wien Modern, w\u00fcrdigte Korn auf Facebook als \u201evermutlich besten Zuh\u00f6rer der Stadt\u201c: \u201eEr war als Veranstalter und Kurator ein inspirierendes Musterbeispiel an Offenheit, Bescheidenheit, Klugheit, Humor und mitrei\u00dfender Begeisterung. Gemeinsam mit seinen Nachfolgerinnen im echoraum hat er einen Generationenwechsel eingeleitet, von dem sich viele Institutionen eine Scheibe abschneiden k\u00f6nnten. Er verk\u00f6rperte die Vision eines quicklebendigen, widerspr\u00fcchlichen, entdeckungsfreudigen Wiener Musiklebens, das sehr viel Besseres zu bieten hat als das Gro\u00dfe, Ber\u00fchmte, Altbekannte und Offensichtliche.&#8220;<\/p>\n<p>Ende 2021 hat Korn die Leitung des echoraum nach einer dreij\u00e4hrigen \u00dcbergangsphase an Sara Zlanabitnig und Alisa Beck \u00fcbergeben. Wir wiederholen in dieser &#8222;Zeit-Ton\u201c-Sendung ein Interview, das Susanna Niedermayr aus Anlass dieses Generationenwechsels mit Korn, Zlanabitnig und Beck gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.falter.at\/seuchenkolumne\/20230706\/elegie-auf-werner-korn\">https:\/\/www.falter.at\/seuchenkolumne\/20230706\/elegie-auf-werner-korn<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Elegie auf Werner Korn<\/strong><br \/>\nSeuchenkolumne. Nachrichten aus der vervirten Welt 1042<br \/>\nArmin Thurnher<br \/>\nam 06.07.2023<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Werner Korn, auch dir muss ich nachrufen. N\u00e4her kommen die<br \/>\nEinschl\u00e4ge. Du aber! Zwei Jahre j\u00fcnger als ich! Es waren nicht<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">viele Jahre, die wir in N\u00e4he verbrachten, aber sie<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">waren intensiv und wild wie du. Das Sp\u00e4tere sah aus der<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ferne ich, kanns nur mit Respekt berichten, den Echoraum,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">den du gegr\u00fcndet, die Schnittstelle, las ich, des \u201ewenig Geh\u00f6rten,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenig Gesehenen, wenig Gelesenen.\u201c L\u00e4cheln k\u00f6nnte man,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eSelten geh\u00f6rte Musik\u201c, ja, diese Phrase fanden stets<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">lustig wir. Dein Sinn f\u00fcr Humor war sardonisch, du mochtest es<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">knapp, warst kein Freund vieler Worte. Br\u00fcckenbauer nennt man dich<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">jetzt, zwischen Abseits und Publikum, sch\u00f6n, dass du\u2019s nimmer musst h\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Als in den Falter du kamst, da bautest als erstes du Tische, zu<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ordnen die Arbeit der Grafik, die Abl\u00e4ufe strukturierend.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Formlos schien dir das Kollektiv, schw\u00e4rmerisch t\u00e4ndelnd mit<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zeit, mit eigner und fremder. Du aber warst Architekt, zwar<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ohne Diplom, mit umso mehr Kenntnis brachtest du Linie<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">in unser Tun. Dabei kamst du wirklich von au\u00dfen, vom Off, da war<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">kein Kompromiss mit Karrieristen, mit B\u00fcrgertalmi und<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">solchen Niedlichkeiten. Du warst klar und kantig,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">risikofreudig auch (wie anders w\u00e4rst du\u2019s geworden,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Falter-Gesellschafter?). Sch\u00f6n verr\u00fcckt daf\u00fcr musste man sein, und du<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">warst es. Und bliebst es, solange es passte. Trenntest dich locker und<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">fair. Vier Jahre nur waren\u2019s, les ich in der Biografie, und mir<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">scheint\u2019s als Jahrzehnt. Stra\u00dfentheater war es zuvor, das<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bunte in Wiens Stra\u00dfen bringen, die Arena, versteht sich, dann das<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">IKUS, charmanter Versuch, die Cultural Studies einzu-<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wienern; dann Wean Hearn, schlie\u00dflich das Lebenswerk Echoraum.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Goldenes Ehrenzeichen Ende Zwanzigzwo, und<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wohlverdient war\u2019s f\u00fcr das alles. \u2013 Korn, als Veranstalter m\u00f6gen dich<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">andere r\u00fchmen, ich m\u00f6chte gedenken der Jahre als Freund und im<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Falter. Immer direkt, aber niemals brutal, so habe ich<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dich noch im Sinn. Ein Organisator warst du zuerst, aber das<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">schien dir zu wenig; und darauf sollte keiner dich reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Immer war da noch Zeit f\u00fcr den Text, f\u00fcr den gro\u00dfen, von Hermann<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Czech bis Otto Wagner brachtest du kompetente<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Architektur-Berichte ins Feuilleton, das damals bekanntlich nicht<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00fcbel. Und das war dir wichtig, daf\u00fcr musste Zeit sein; und straff lief die<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zeit dir, eng wie die Jeans, und atemlos wie deine Tschik, und<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">St\u00e4ndig standen Idioten im Weg, die du freundlich wegr\u00e4umtest,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenn es halt ging. Das leidenschaftliche Streiten nach Feier-<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Abend machte mehr Spa\u00df mit dir als mit den meisten. Ich<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hie\u00df dich \u201eCornetto\u201c, du mich \u201eR\u00fcbe Thurnher\u201c, du halfst mir beim<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Umbau meiner Wohnung, ich hab noch die Pl\u00e4ne, gezeichnet von<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dir, die Elektrik funktioniert noch nach vierzig Jahren, so<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">bist du immer bei mir. \u2013 Das Tollste war eine Reise nach<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Genua. Hansi Hurch war zu etwas Geld gekommen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">hatt\u2019 was geerbt und wollte ein halbes Jahr zu seinem<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bruder. Wir bringen dich hin, sagten Korn und ich, und mit dem<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Auto Thereses (Hansis Schwester, meiner Freundin),<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">einem R 6, ging es auf in den S\u00fcden. Die Route war offen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ungef\u00e4hr \u00fcber Triest, Venedig, Padova legten wir\u2019s<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">an, die Erbschaft war unser Proviant, das Quartier kein<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Thema. Auf dem Tronchetto schliefen wir im R 6,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">sahen die Leint\u00fccher in den Hotels uns nicht an und kosteten<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">uns durch die Tramezzinibars wie im Rausch; in einem<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Landgasthaus zechten wir mit den Kellnern Grappa, bis Hansis<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nerven die Grenze zogen; die Arenakapelle mit Giotto<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ging sich noch aus. Wir brachten Hansi zum Bahnhof und<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">fuhren zur\u00fcck, fest rauchend, lachend, Musik von dir im<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Lautsprecher, Talking Heads, Penguin Caf\u00e9, was in den 80ern<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vorn war, du hatt\u2019st es. Diese bedenkenlos lustigen Zeiten, sie<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">z\u00e4hlen zum Feinsten in meiner Erinnerung, es waren Tage mit<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dir, Korn, sie kommen, man sagt so, nicht wieder, aber<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">so will ich dich erinnern, lachend, rauchend, Musik im<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ohr, ganz ungetr\u00fcbt lebend im Jetzt auf der Autostrada.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Werner Korn, leb wohl. F\u00fcr uns kommen h\u00e4rtere Tage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.impuls.cc\/about-impuls\">https:\/\/www.impuls.cc\/about-impuls<\/a><\/p>\n<p>Most heartfelt thanks go to Werner Korn, who developed and implemented the grafic design for impuls from 2008 to 2021, aside from ever so many other, often &#8222;unnoticed&#8220; contributions, aside from his manifold support as friend at impuls activities over the years. He was always there for us, with me. As long as and wherever he could. With helping hands, with his wit and knowledge, with his heart, integrity, backbone, sense of reality and necessity. And he has of course and in general played a major role in shaping the music and musical scene himself, last but not least with his &#8222;echoraum&#8220;, a homebase not only for musicians, composers, artists, a homebase for awake contemporaries. A home also for me.<\/p>\n<p>May all his efforts, contributions, attainments stay alive, be carried on, see a good future!<\/p>\n<p>Ute Pinter<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/freemusicforum.org\/concert-dates\/Nachruf\">https:\/\/freemusicforum.org\/concert-dates\/Nachruf<\/a><\/p>\n<p>Werner Korn 1951 &#8211; 2023<\/p>\n<p>Du warst einer der herzlichsten und inspirierendsten Menschen die ich hier in Wien kennenlernen durfte.<br \/>\nDein Engagement f\u00fcr die freie Kulturszene, Dein Echoraum, war \u00fcber Jahrzehnte erf\u00fcllt und gepr\u00e4gt von Deiner Offenheit, Experimentierfreude, kritischen Auseinandersetzung und Reflexion. Du hast den Echoraum nach all den Jahren auch mit Freude und gewissenhaft an Sara &amp; Alisa \u00fcbergeben und damit zuversichtlich an eine j\u00fcngere Generation. Dein kurzer Ruhestand war weder ruhig noch stillstand: mit Freude im Herzen hast du Dich um Deinen Enkel gek\u00fcmmert, warst voller Pl\u00e4ne und der Terminkalender dicht gef\u00fcllt mit Veranstaltungen, die du besuchen gehst &#8211; bis zuletzt. Und just zur Sommerpause machst Du Dich auf, bist dahin, aufgebrochen zur letzten Reise. Du wirst mir und uns allen sehr fehlen. Die Erinnerung an Dich wird aber tiefe Inspiration und W\u00e4rme bleiben.<\/p>\n<p>Sei ein letztes mal umarmt<br \/>\nCorinne<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.musicaustria.at\/erinnerungen-an-echoraum-gruender-werner-korn\/\">https:\/\/www.musicaustria.at\/erinnerungen-an-echoraum-gruender-werner-korn\/<\/a><\/p>\n<p>Erinnerungen an echoraum-Gr\u00fcnder Werner Korn<br \/>\n18. Juli 2023<\/p>\n<p>Er sei ein \u201eBr\u00fcckenbauer f\u00fcr die Kunst des Experiments\u201c gewesen, ein \u201eVorreiter\u201c und \u201euneitler Erm\u00f6glicher\u201c, den Armin Thurnher \u201eCornetto\u201c nannte und der als \u201evermutlich bester Zuh\u00f6rer der Stadt\u201c ein Ohr f\u00fcr das \u201ewenig Geh\u00f6rte\u201c hatte, wie es Kulturstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler ausdr\u00fcckte. Werner Korn, der verstorbene Mitgr\u00fcnder des echoraum, mag all das gewesen sein. Als Veranstalter f\u00fcr \u201edas Abseitige\u201c \u2013 oder des \u201ewenig Geh\u00f6rten\u201c, wie es manchereins bezeichnete \u2013 war er f\u00fcr die Wiener Experimentierenden aber vor allem: wichtig.<\/p>\n<p>1988 gr\u00fcndete Werner Korn mit Joseph Hartmann den echoraum, den sie damals noch Narrenkastl nannten und der ein Ort f\u00fcrs Theater sein sollte. Dort, in der Sechshauser Stra\u00dfe 66 im 15. Bezirk, wurde dieser Raum schon bald zum Treffpunkt f\u00fcr die Ausprobierenden und Versuchenden, die Neugierigen und Narrischen. 35 Jahre sp\u00e4ter ist der echoraum f\u00fcr viele von ihnen l\u00e4ngst zu einer Institution geworden. Nach einem konsequent geplanten \u201eGenerationenwechsel\u201c, der wie alles, was Werner Korn angriff, einer konstruktiven Struktur folgte, leiten den Raum seit 2022 Alisa Beck und Sara Zlanabitnig.<\/p>\n<p>Zuletzt erhielt Werner Korn das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien. Es war die sp\u00e4te Auszeichnung f\u00fcr das \u201eausufernde und stets kollaborative Schaffen\u201c, das, so hie\u00df es in der damaligen Festrede, \u201eauf permanenter Neugier\u201c fu\u00dfte. Diese Neugier bleibt das Erbe von Werner Korn, der Anfang Juli 71-j\u00e4hrig verstarb. Aus Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr seine Arbeit haben Menschen aus seinem Umfeld und dar\u00fcber hinaus ihre Erinnerungen geteilt. Es sind Erinnerungen, die aufzeigen, welch Anerkennung und Respekt Werner Korn, dem \u201eBr\u00fcckenbauer\u201c und \u201eErm\u00f6glicher\u201c, nachhallend zuteilwird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Reaktionen in den Sozialen Medien:<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Wien Modern<\/strong><br \/>\nJuly 5<\/p>\n<p>Wir trauern um Werner Korn. Rund drei Jahrzehnte lang hat er im echoraum (1988 gegr\u00fcndet wie auch Wien Modern) die freie Musikszene in Wien aufbl\u00fchen lassen. Er war als Veranstalter und Kurator ein inspirierendes Musterbeispiel an Offenheit, Bescheidenheit, Klugheit, Humor und mitrei\u00dfender Begeisterung. Gemeinsam mit seinen Nachfolgerinnen im echoraum hat er einen Generationenwechsel eingeleitet, von dem sich viele Institutionen eine Scheibe abschneiden k\u00f6nnten. Er verk\u00f6rperte die Vision eines quicklebendigen, widerspr\u00fcchlichen, entdeckungsfreudigen Wiener Musiklebens, das sehr viel Besseres zu bieten hat als das Gro\u00dfe, Ber\u00fchmte, Altbekannte und Offensichtliche. Er war der vermutlich beste Zuh\u00f6rer der Stadt und, nebenbei bemerkt, der beste Stammkunde, den sich Wien Modern nur w\u00fcnschen konnte. Gestern, am 4. Juli 2023, ist er im Alter von 71 Jahren in Wien verstorben. Den vielen Menschen um ihn, die Trost, Zuspruch und Aufmunterung brauchen, h\u00e4tte er vermutlich zum Abschied wie so oft gesagt: Weitermachen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ensemble Phace<\/strong><br \/>\nJuly 7<\/p>\n<p>In Memoriam<br \/>\nWerner Korn (1951 &#8211; 2023) ist leider viel zu fr\u00fch von uns gegangen. Mit seinem Humor und seiner riesigen Leidenschaft war er f\u00fcr viele ein unglaublich inspirierender Mensch und als Gr\u00fcnder und Kurator des Echoraums ein gro\u00dfer und wichtiger F\u00f6rderer der freien Szene. Sein Ableben ist ein gro\u00dfer Verlust f\u00fcr die Musik und Kultur in Wien. Herzlichen Dank f\u00fcr die vielen sch\u00f6nen Jahre, wir werden Dich vermissen.<br \/>\nRest in peace!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Platypus Ensemble<\/strong><br \/>\nJuly 8<\/p>\n<p>Vielen Dank, lieber Werner!<br \/>\nViele K\u00fcnstler:innen, Ensembles, Komponist:innen, Musiker:innen und vor allem viele Zuh\u00f6rer:innen haben dem gro\u00dfartigen Werner Korn vieles zu verdanken. Wir, das Platypus Ensemble, haben ihm besonders viel zu verdanken, und zwar in allerlei Hinsicht. Die enorme Neugier und die unendliche Begeisterung von Werner f\u00fcr das Neue, die Suche nach weitere M\u00f6glichkeiten, die intensive Auseinandersetzung mit Klang, Bild, Konzepten und Ideen, wurden zu einer gro\u00dfen Motivation und wesentlichen Unterst\u00fctzung f\u00fcr uns durch seine Worte und Ratschl\u00e4ge, durch die langj\u00e4hrige Programmierung des Platypus Ensemble in seinem schon legend\u00e4ren Echoraum, durch den Gedankenaustausch nach jedem Konzert oder den Proben, und auch durch seine Kritik.<br \/>\nWir sahen Werner als einen von uns, als das \u00e4lteste und das weiseste Mitglied des Ensembles. Sein diskretes L\u00e4cheln und sein tiefer Blick w\u00e4hrend der Probenarbeit und Konzerte werden uns auf unserem Weg begleiten. Ein Weg, der ohne Werner nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Vielen Dank f\u00fcr alles, lieber Werner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Ang\u00e9lica Castell\u00f3<\/strong><br \/>\nJuly 5<\/p>\n<p>Werner Korn is now on his journey to an other dimension<br \/>\nthis are very sad times for us here in Vienna and all those who had the chance to have met the most special person who he was, a human full with fire, kindness and intelligence, a smart critical soul and the most encouraging and supportive spirit I have ever met.<br \/>\nwe love him for ever and we miss him already badly<br \/>\nthank you for everything dear Werner<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Franz Hautzinger<\/strong><br \/>\nJuly 5<br \/>\nJust learned that our friend and brother<br \/>\nWerner Korn, left.<br \/>\nSpeechless I am.<br \/>\nNo words, just sadness!<br \/>\nfoto at the Echoraum , the place wich Werner developed long time ago together with Josef Hartmann.<br \/>\nan outstanding place for Vienna music and art and science.<br \/>\na fantastic social place, inspired and warm.<br \/>\nover years I could perform and doing projects in the arms of Werner.<br \/>\nif I ever did something good in my artistic life, for sure it happened there.<br \/>\nhe was the one who inspired me and generations of artists!<br \/>\nso safe in your arms!<br \/>\npure love and freedom you gave!<br \/>\nwhen you finished at the Echoraum,<br \/>\nyou choose fantastic successors,<br \/>\nlike Sara Zlanabitnig and Alisa Beck.<br \/>\nI wish and hope by heart that your legacy is in great hands.<br \/>\nThank you for so much!<br \/>\nI hope I will meet you again in the upper room.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1951 \u2013 2023 Wir trauern um Werner Korn, Wegbereiter des echoraum, Musik-Enthusiast und Vision\u00e4r. 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