noches de los muertos 2019 - Bios deutsch
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Wiener GesellschaftThe Electroacoustic Silence I + II, 30.10. + 1.11.2019
UA

mit
Isabella Forciniti (IT): modifizierte Perkussion, Elektronik
Diana Hannappi (AT): Querflöte
Patrick K.-H. (RU): Elektronik, Visuals
Katharina Klement (AT): Klavier, Elektronik
Maria Leubolt (AT): Kontrabass
Marika Peham (AT): Cello
Philipp Rabelsberger (AT): Synthesizer, Computer
Burkhard Stangl (AT): E-Gitarre
Paul Marius Walter (AT): Synthesizer
Katharina Zeller (AT): Horn

gesellschaft

Kaum etwas ist schöner als ein geplanter Zufall. Kaum etwas ist schöner als ein geplanter Zufall, der zum Fall und somit real wird. Die zehnköpfige „Wiener Gesellschaft“ wurde im Zuge eines von Isabella Forciniti initiierten Austauschprojekts zwischen dem Conservatorio di Musica Cosenza in Kalabrien, und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien gemeinsam mit Katharina Klement und Burkhard Stangl ins Leben gerufen. Die wie eine hingewürfelte, sehr heterogen erscheinende Ensemblebesetzung ist eine fein verlesene Gruppe, die sich zur Aufgabe macht, Konzeptstücke und Improvisationen im Geiste einer schamlosen musikalischen Welteroberung zu realisieren. Die Musik des Ensembles ist eine unbestechliche, die ihren Urgrund in den avantgardistischen, experimentellen und unzeitgemäß-zeitgenössischen Verfahren der letzten Dekaden hat. Das Ensemble repräsentiert jedoch weniger die unterschiedlichsten Einflusssphären der jeweiligen Musikerinnen und Musiker als vielmehr die Möglichkeit, sich gerade deshalb zu verstehen und interagieren zu können. Man kolonialisiert sich nicht, sondern belässt sich vielmehr im gegenseitigen Fremdsein und erhält dadurch die Faszination des anderen und für das andere aufrecht. Diese von mindestens drei zusammen musizierenden Generationen geschaffenen Klangskulpturen wollen eine forcierte, präzise, ästhetische musikalische Darstellung und Umsetzung von Diversitäten und Parallelitäten sein, die für plötzlich aufflackernde Momente eins und alles sein können. Die im besten Sinne eigen-artige, modern-archaische Wiener Gesellschaft atmet nichts anderes als Luft von anderen Planeten.

(Burkhard Stangl)

Isabella Forciniti
* 1993 Cosenza, lebt in Wien

Isabella Forcinito begann im Alter von 14 Jahren Schlagzeug zu spielen und nahm ab 16 Jahren Privatunterricht in neue Spieltechniken, Musiktheorie und Solfeggio. Danach studierte sie in Rom zeitgenössisches Schlagzeug beim italienischen „Schlagzeugpapst“ Maurizio dei Lazzaretti sowie elektronische Musik bei Luca Spagnoletti, der ihr die ersten Möglichkeiten bot, sich mit Programmiersprachen zu beschäftigen. Parallel dazu absolvierte sie ein Studium der Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Soziologie und Multimedia, das sie 2015 abschloss. Sie studierte Computermusik und elektronische Medien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit Abschluß 2019. Im Sommer 2018 war sie aktive Teilnehmerin der Darmstädter Ferienkurse, seit Jahrzehnten eines der führenden Zentren für Neue Musik und absolvierte Meisterklassen bei Jennifer Walshe, John Butcher, Thomas Grill und Tomomo Adachi. Sie realisierte Arbeiten für das Ö1 Kunstradio und den Art's Birthday und spielte mit dem NEXT Improvisers Ensemble gemeinsam mit Elliott Sharp und Gareth David beim Advanced Music Festival YMCA in Bratislava. Als Teil des Webern Ensemble Wien führte sie im Rahmen von wien modern 2018 Cornelius Cardew’s Treatise auf. Sie war eine von drei Komponistinnen, die 2019 zur Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus einen Kompositionsauftrag von Parlament und Wiener Musikuniversiät Wien erhielt. Ihr Schaffen bewegt sich im Spannungsfeld zwischen der Ästhetik der wesentlichen Eigenschaften von Klang und der improvisierten elektroakustischen Musik. bewegt sich der in Wien lebenden Komponistin und Performerin Isabella Forciniti. Sie bezieht sich auf den Apparat der Diskontinuität, in dem die Gestaltung der Räumlichkeit, die Stille, sowie auch die Klangsynthese auf neuartige und unvorhergesehene Weise eingesetzt werden.

Diana Hannappi
* 1993 in Wien, lebt in Wien

Diana Hannappi erhielt ab dem vierten Lebensjahr Blockflötenunterricht. Noch vor Beginn ihres Flötenstudiums übte sie sich nicht nur an der Querflöte, sondern auch intensiv am Klavier und im Ensemblemusizieren. Mit 13 Jahren begann sie zu komponieren und wurde in Folge von Rudolf Hinterdorfer gefördert. 2010 gewann sie mit einer Eigenkomposition den ersten Platz bei Prima la Musica, sowie den 2. Platz beim Bundewettbewerb. 2012 wurde ihr erstes Orchesterwerk von der Camerata Pro Musica Hungarica unter dem Dirigat von Sebastian Aigner uraufgeführt. Auf der Universität belegte sie den Schwerpunkt Komposition bei Wolfram Wagner, sowie den Vorbereitungslehrgang für Musiktheorie bei Herbert Lauermann. Sie studierte Instrumentalpädagogik auf der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Raphael Leone und Birgit Ramsl-Gaal, besuchte Meisterkurse bei namhaften Flötisten wie Wil Offermanns und Philippe Bernold und sammelte weitere Erfahrungen in zahlreichen Symphonieorchestern wie der Sinfonietta dell’ Arte, Amici Musici und der Camerata Ars Vivendi. Ihre vielfältigen Interessen führten sie vom Kompositionsunterricht über Cembalounterricht, Jazz Improvisation, Musical Arrangement, klassischen wie auch Jazzklavierunterricht, Cellostunden, Klavierbegleitpraxis hin zur freien Improvisation, die sie 2017 im Rahmen eines Moduls ihres Studiums für sich entdeckte. Neben ihren Auftragskompositionen, unter anderem für Kammerensembles, oder Projekten wie „Holz-Blech-Schlag“ auf der Musikuniversität, komponiert sie auch für ihre eigenen Gruppen Momo Mosso und SpielKlangDicht, einem Projekt, welches sie gemeinsam mit der Cellistin und Literatin Manon Bauer initiiert hat und das genau ihre gelebte Vielfalt widerspiegelt: ein sich inspirierendes Zusammenspiel von Musik, Literatur, Performance und Improvisation.

Patrick K.-H.
*1980 in Penza, RU, lebt in Wien und St.Petersburg

Anton Iakhontov alias Patrick K.-H. ist ein russischer Sound- und Videokünstler, der in den Bereichen Klanginstallation, Akusmatischer Musik sowie Animation tätig ist. Er kreierte Musiken und Videos als Auftragsarbeiten für Oper, zeitgenössischen Tanz, postdramatische Theaterstücke und Performances genauso wie eigene autonome Werke, die in Russland, Österreich, Deutschland und den USA präsentiert wurden. Seine Musik, Videos und Performances wurden auf mehr als 200 Festivals auf der ganzen Welt präsentieret, darunter Ars Electronica (Linz), ASIFA (Wien), Club Transmediale (Berlin), MIAF (Melbourne), Symposium iX (Montreal) und FIVA (Buenos Aires). 2009 komponierte Patrick K.-H. die Soundscape für den russischen Pavillon der 53. Biennale di Venezia. Er erhielt mehrere internationale Auszeichnungen, u.a. LÚMEN_EX (Spanien), Golden Mask (RU) oder Broadway off (USA). Patrick K.-H. arbeitet mit Andrey Bartenev an Grafik- und Videoskulpturen, Animationen mit bestbefore, an VR / AR / Animation / Klangskulpturen mit Litto, gezeichnetem Sound und Klanginstallationen mit Oleg Makarov, Konzeptkunst und präparierten Gitarren / Elektronik mit Burkhard Stangl. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit hat er einen wichtige Aktivität innerhalb der experimentellen Medienkunst entwickelt, nämlich die räumliche Klangkunstausbildung und den Gallerismus betrifft (particularly spatial sound-art education and galleris). Er leitet die Medienforschungsprogramme von Media-Studio an der New Stage des Alexandrinsky Theatre, RU (seit 2013), ist Veranstalter und Kurator von Festivals und Bildungskursen und -programmen, darunter Media-Performance Lab (MMOMA, Moskau, 2011-2013) und New Media Lab (SPb, seit 2015). Er ist Gründer und Co-Kurator der Floating Sound Gallery (seit 2008 soundartgallery.ru), dem einzigen Veranstaltungsort für räumlichen Klang in Russland, wo er mittlerweile über 120 internationale Komponisten und Klangkünstler präsentieren konnte. Darüber hinaus ist er seit 2018 der Leiter des internationalen Festivals „ACOUSMONIUM inauguration“ für das Lautsprecherorchester von Francois Bayle (Spb).

drawnsound.org

Katharina Klement
* 1963 Graz, lebt in Wien

Katharina Klement studierte Klavier, Komposition und absolvierte den Lehrgang für elektroakustische und experimentelle Musik an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie besuchte außerdem einen Kurs über Music Technology an der University of York und nahm Privatunterricht in bildender Kunst (Plastik und Skulptur) und Tanzimprovisation. Katharina Klement versteht sich als Composer-Performer von notierter, improvisierter, elektronischer und instrumentaler Musik. In ihren Arbeiten widmet sie sich besonders räumlichen Konzepten sowie Querverbindungen von Musik, Text, Video und Performance. Ihr besonderes Interesse gilt dem Klavier und seinen erweiterten Spieltechniken. Katharina Klement ist Gründungsmitglied zahlreicher Ensembles für improvisierte Musik, darunter soundog, USE, monocle, subshrubs und deepseafish-K. Kompositionsaufträge erhielt sie u.a. vom ORF, der Jeunesse, der Stadt Wien, dem Land Steiermark, dem echoraum Wien, dem musikprotokoll im steirischen herbst, dem Institut für Elektronische Musik Graz, sowie von zahlreichen Ensembles (bspw. Klangforum Wien, Kammerorchester Wien) und SolistInnen (bspw. Annelie Gahl, Robert Gillinger). Sie arbeitete u.a. mit Martin Siewert, Lynn Book, Angélica Castelló, Maja Osojnik, Tamara Wilhelm, Peter Brandlmayr, Daniel Lercher, Burkhard Stangl, Manon Liu Winter, Judith Unterpertinger, Katharina Ernst, Daniel Studer und Christian Wolfarth zusammen und trat bei zahlreichen Festivals wie Sexing Sounds in Chicago, Tage für Neue Musik Zürich, Wien Modern, Midi-Alternativa Moskau oder Sound disobedience in Ljubljana auf. Katharina Klement wurde u.a. mit dem Max-Brand Preis (1994), dem Staatsstipendium für Komposition (2002 und 2011), dem Österreichischen Kunstpreis Sparte Musik (2013) und dem Gustav Mahler Preis der Stadt Klagenfurt (2017) ausgezeichnet. 2018/19 erhielt sie ein Stipendium nach Südindien. Seit 2006 hat sie einen Lehrauftrag am Lehrgang für Computermusik und elektronische Medien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien inne. Zahlreiche CD-Produktionen, u.a. beim eigenen Label KalK dokumentieren ihre Arbeit.

www.katharinaklement.com

Maria Leubolt
* 1988 Klosterneuburg, lebt in Klosterneuburg
Maria Leubolt begann im Jahr 2007 ihr Musikstudium am Vienna Konservatorium mit den Hauptfächern Jazzbass und Jazzgesang. Später wechselte sie an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, um Kontrabass und E-Bass zu studieren. Sie schloß ihr Studium 2014 mit Auszeichnung ab. Stars der Jazzszene wie Wolfgang Puschnig, Alegre Corrêa oder Celia Mara wurden auf sie aufmerksam und luden sie in ihre jeweiligen Bands als E- und Kontrabassistin ein. Maria Leubolt zeichnet sich jedoch auch durch ihre Vielseitigkeit aus. Abgesehen davon, dass sie Multi-Instrumentalistin, Sängerin und Rapperin ist, bewegt sie sich selbstsicher durch die Vielfalt der Musikgenres: Hip-Hop, Rock, Jazz, Klassik, freie Improvisation oder zeitgenössische Musik, alles hat für sie einen besonderen Reiz und bringen unterschiedliche Herausforderungen mit sich, die aber wiederum zu neuen Akzenten in anderen Musikstilen führen. Diese Diversität und Offenheit spiegelt sich in Maria Leubolts Spiel wieder und verleiht ihm seine unverkennbare Eigennote. Derzeit tritt sie unter anderem als Kontrabassistin mit dem Folk-Duo Maple& Mahogany und als Gitarristin und E-Bassistin mit der Wiener Sängerin Anna Mignon auf. Im Jänner 2019 feierte sie das Debüt ihres Singer-Songwriter Solo-Projekts Kantraboss.

www.marialeubolt.com

Marika Peham
* 1994 Grieskirchen, lebt in Wien

Als gebürtige Oberösterreicherin mit japanischen Wurzeln begann Marika Peham im Alter von 9 Jahren mit dem Cellounterricht an der Landesmusikschule Grieskirchen. Später führte sie ihr Weg an die Bruckner Privatuniversität in Linz, wo sie im Vorbereitungslehrgang Unterricht von Andreas Pötzelberger erhielt. Nach Abschluss der Matura nahm sie ihr Studium am Haydn Konservatorium in Eisenstadt unter Celloprofessor Othmar Müller auf, welches sie seit 2016 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien im Fach Instrumental- und Gesangspädagogik Violoncello in der Klasse von Elisabeth Meissl-Pfefferkorn weiterführt. Neugier und Interesse an zeitgenössischen Musikformen ließ sie das Schwerpunktstudium „Improvisation und neue Musikströmungen“ wählen.

Philipp Rabelsberger
* 1980 in Gmunden, lebt in Pettenbach

Philipp Rabelsberger ist ein Musiker und Klangkünstler im Bereich der experimentellen Musik, der Improvisation und in elektronisch generierter Musik. Er studierte ab 2016 Computermusik und elektronische Medien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien u.a. bei Katharina Klement, Thomas Grill, Igor Lintz Maues, Wolfgang Musil , Burkhard Stangl und Peter Plessas und schloß das Studium 2019 ab

Neben seiner Faszination für die Improvisation im Ensemblespiel ist er auch im Bereich der experimentellen elektroakustischen Musik tätig, deren Schaffen Kompositionen umfasst, die sich im Spannungsfeld neuer Musikströmungen bewegen und sich verschiedenster Methoden und Konzepte, wie Fieldrecording, Mehrkanalinterventionen, Klangkunst sowie analoger und digitaler Klangsynthese bedienen. Stark verwurzelt auch in den Traditionen und dem Wesen subkultureller Musikgenres der 1980iger Jahre, versucht er in seinem Schaffen kontemporäre Stimmungen des Kollektivs atmosphärisch aufzugreifen, das Unterbewusste klanglich zu erforschen und das eigene Erleben darin nachzuzeichnen. Er wirkte mit bei verschiedenen Projekten und Ensembles frei improvisierter Musik (Log~, Wiener Gesellschaft, Gis Orchestra). Im Rahmen dieser Projekte wurden und werden u.a. Arbeiten für das Ö1 Kunstradio und den Art's Birthday realisiert. Darüber hinaus spielt die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Künstlern aus den Sparten Video, Literatur, Sprachkunst und bildender Kunst eine bedeutsame Rolle. Sein Atelier befindet sich im beschaulichen Almtal, wo er auch lebt.

Burkhard Stangl
* 1960 Eggenburg, lebt in Wien

Burkhard Stangl ist Komponist, Gitarrist und Improvisator im Feld der experimentellen, elektronischen und neuen Musik. Schon sehr früh erhielt er Klavierunterricht, wechselte aber mit 12 Jahren zur Konzertgitarre. Wiewohl er seine Begeisterung für die klassische Gitarrenliteratur bei seinem Lehrer Richard Labschütz am Wiener Preiner Konservatorium vertiefen konnte, wurde die elektrische Gitarre zu seinem Hauptinstrument und es kam zur Gründung erster Bands. Parallel zu seinen musikalischen Aktivitäten studierte er Ethnologie und Musikwissenschaft an der Universität Wien und promovierte mit einer Arbeit zur Wirkungsgeschichte des Phonographen. Angeregt u.a. von seinen Lehrmeistern Franz Koglmann (Improvisation, Jazzkomposition) und Anestis Logothetis (musikalische Graphik, Elektronik) sowie Gruppen wie Ton.Art oder Die Vögel Europas entschloß er sich, Musik zu seinem Beruf zu machen. Er veröffentlichte bislang über 100 Tonträger, darunter Ereignislose Musik (Kompositionen, 1996), Récital (Gitarre solo, 1997), Venusmond (Oper ohne Ort, 2000/04 ), Hommage à moi (Kompositionen, 2011), Unfinished. For William Turner, painter. (Gitarre solo, 2013) und ZWÖLF (E-Gitarre solo, LP 2018 ). Er arbeitete u.a. mit den Gruppen Polwechsel und efzeg und kooperiert musikalisch vor allem in Duobesetzungen u.a. mit Angélica Castelló (Chesterfield), Christof Kurzmann (Schnee), Kai Fagaschinski (Musik. Ein Porträt in Sehnsucht), dieb13 (EH), mit den japanischen Kollegen Taku Sugimoto (An Oldfashioned Duett) und Taku Unami (I Was) sowie im multimedialen Kontext mit Künstler*innen wie Gustav Deutsch, Billy Roisz, Joanna John oder Mario de Vega. Stangls Vertonung des 1925 entstandenen legendären Stummfilms von G.W. Pabst Die freudlose Gasse mit einer Dauer von 142 Minuten ist 2008 als filmarchiv austria DVD erschienen. Er veröffentlichte auch mehrere Bücher, darunter: Klangnetze. Die Wirklichkeit mit den Ohren erfinden (Co-Hg. 2000), Ethnologie im Ohr (2000), Hommage à moi (2011). Er leitete gemeinsam mit Hans Schneider jahrelang das österreichische Musikvermittlungsprojekt Klangnetze. Seit 2004 ist er Lehrbeauftragter für Improvisation und neue Musikströmungen an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

stangl.klingt.org

Paul Marius Walter
*1991 Wien, lebt in Wien

Paul Walter ist ein österreichischer Musiker und Klangkünstler im Bereich der elektronischen Tanzmusik, experimentellen elektroakustischen Komposition und freier improvisierter elektronisch generierter Musik. Er besuchte von 2016 bis 2019 den Lehrgang für elektronische Medien und Computermusik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unter Leitung von Katharina Klement, Wolfgang Musil, Thomas Grill, Igor Lintz Maues, Peter Plessas und Burkhard Stangl. Bereits im Teenager Alter begann er durch seine Vorliebe für zeitgenössische Tanzmusik sich in Form einer regelmäßigen Veranstaltungsserie „Split“ aktiv an der lokalen Szene zu beteiligen. Das Wiener House Label „Do Easy Records“ wurde dadurch auf ihn aufmerksam und nahm ihn prompt im Team auf, was in einer langen und lehrreichen Zusammenarbeit resultierte. In weiterer Folge begannen die ersten Kompositionsversuche, die sich grundlegend aus einer starken Passion für Musikproduktion entwickelt haben. Im Jänner 2015 erfolgte die Gründung des eigenen „vinyl only“ Labels „Meduka“ mit ersten Veröffentlichungen. Darauf folgten Ep's und Remix Aufträge auf Internationalen Labels wie Harlo, Neostrictly, Patchseries oder Sobriquet. Paul Walters bevorzugte Klangquelle ist der analoge Modular-Synthesizer mit besonderem Interesse an der sogenannten West-Coast Synthese. Gegenwärtig liegt sein Fokus auf der Zusammenarbeit mit akustischen Instrumentalisten für Duo und Ensemble Projekte wie Wiener Gesellschaft, Rosenhuegel und Mona Matbou Riahi & Paul Walter. Diese sind im Bereich der freien improvisierten und experimentellen Musik angesiedelt und primär für den Live Kontext zugeschnitten. Außerdem besteht ein ständiges Arbeiten an eigenem Solo Material, eine Veröffentlichung auf dem Pariser Minimal Label „Aeternum“ wurde für Herbst 2019 angesetzt. In seiner Freizeit wird momentan am Bau eines Buchla 200 Klons getüftelt.

Katharina Zeller
*1996 in Scheibbs, lebt in Wien und Lyon

Seit früher Jugend an empfindet Katharina Zeller besonderes Interesse am Hornspiel, worin sich für sie Talent und Leidenschaft verbinden. Im Jahr 2014 beginnt sie ein Vorstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und wird ein Jahr darauf ins reguläre Studium in der Klasse von Mag. Christoph Peham aufgenommen. Sie ist Mitglied in mehreren Orchestern wie dem Wiener Jeunesse Orchester, der Kammerphilharmonie der mdw, des Jugend Symphonieorchesters Wien sowie der Jungen Philharmonie Wien. In den Sommern 2018 und 2019 nahm sie nach bestandenem Probespiel an der Angelika Prokopp-Akademie der Wiener Philharmoniker teil. Neben ihrer Aktivität in Orchestern begeistert sie sich vor allem für Kammermusik in unterschiedlichsten Besetzungen und für die Improvisation. Im Studienjahr 2018/19 studierte sie im Rahmen des Programms Erasmus+ am Conservatoire National Supérieur Musique et Danse de Lyon in der Klasse von Benoît de Barsony.

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